So, nun also zur voraussichtlich letzten Meldung aus Ghana! Ich habe vorhin erfahren, dass in Berlin 20 cm Schnee liegen, der riesige Klamottenstapel auf meinem Hostelzimmerbett, den ich im Laufe des Fluges/Umsteiges zwiebelschalenartig ueberzustreifen gedenke, scheint also nicht voellig uebertrieben. Vermutlich werde ich dennoch zaehneklappernd aus dem Flugzeug steigen, wobei etwaiger Schuettelfrost noch durch den sich langsam anhaeufenden Schlafmangel beguenstigt werden koennte. Hier in Accra geht es fuer mich naemlich gerade drunter und drueber und mein urspruenglicher Plan, die letzten eineinhalb Tage hier ruhig mit Packen und Einkaufen ausfuellen zu koennen, wurde voellig ueber den Haufen geworfen. Zunaechst: mir selbst geht es zur Zeit gesundheitlich ziemlich gut, nur dummerweise steht der Ghana-Aufenthalt der Volentaere in Akroso prinzipiell unter keinem guten Stern: der mit in unserer Gastfamilie untergebrachte Simon ist seit ueber einer Woche hier in Accra im Krankenhaus und es geht ihm so mies, dass er naechste Woche vorzeitig zurueck nach Deutschland fliegen wird. Ein Besuch bei ihm ist laengst ueberfaellig und ich werde das heute endlich kurz vor meinem Abflug erledigen. Darueber hinaus geht es aber inzwischen auch meiner Mitbewohnerin Judith sehr schlecht, so dass sie gestern mit Lisa (auch aus Akroso) nach Accra kam, um sich komplett durchchecken zu lassen. Na ja, das Untersuchungsergebnis, ihr Werte seien alle unauffaellig und Malaria, Typhus u.ae. koenne man ausschliessen, ist wenig beruhigend, wenn sie dennoch ueber 39 Fieber hat und kaum auf den eigenen Beinen stehen kann! Jedenfalls haben Judith und Lisa dann erstmal eine sehr kurze Nacht lang bei mir mit im Zimmer geschlafen und sind nun unterwegs zum naechsten Krankenhaus.
Zu allem Ueberfluss gab es dann auch noch massive Probleme mit dem Geld-Transfer fuer die Schule in Kasoa ueber mein Konto. So kann ich inzwischen gar kein Geld mehr abheben und habe, nachdem ich schon den zwei Maedels Geld geliehen habe, damit sie den ungeplant laengeren Aufenthalt in Accra bezahlen koennen, soeben noch ein paar Euros getauscht, um mir das Taxi zunaechst zu Simon ins Krankenhaus als auch zum Flughafen leisten zu koennen. Laeuft also alles mal wieder nicht ganz glatt, aber sonst waere das hier auch nicht Ghana und meine letzten Stunden in diesem Land verlaufen damit fast schon typisch, auf dass ich auch ja nicht mit einem zu romantisch-verklaerten letzten Eindruck das Flugzeug besteige. ;-) Aber wie gesagt, ich kann mich, insbesondere des Zustands einiger meiner Mitmenschen hier, gluecklich schaetzen, dass es mir soweit ziemlich gut geht und hoffe einfach, dass dann zumindest am Flughafen alles funktioniert!
Ich freue mich schon darauf, ganz viele von euch in den naechsten Tagen endlich wieder zu sehen und moechte mich auch nach mal bei allen bedanken, die waehrend meiner Zeit hier an mich gedacht und mich u.a. mit Briefen, Nachrichten oder Anrufen beglueckt haben!
Sobald ich zurueck in der Heimat bin, werde ich hoffentlich bald etwas Zeit finden, diesen Blog auch visuell noch ein wenig nachzuruesten, auf dass alle, die mich nicht bald persoenlich zum Fotosgucken treffen koennen, auch noch was zu sehen bekommen.
Donnerstag, 19. Februar 2009
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