wie merkwuerdig, es ist Heiligabend, und waehrend meine Mutter vorhin noch im Pool schwamm, liess ich mich von meinem Bruder per Telefon ueber den Stand des Dresdner Weihnachtens informieren. Nun sitze ich im klimatisierten Internetcafe, das doch noch ueberraschend belebt ist und schreibe noch schnell diesen Eintrag, da ich in der naechsten Woche vermutlich kaum Zugang zum Internet haben werde. Aber ich freue mich schon, dann gleich wieder ins Hotelzimmer zurueckkehren zu koennen, wo ich mit meiner Mutter dank des mitgebrachten Wasserkochers lecker Tee trinken und einige der wunderbaren Weihnachtsbaeckereien geniessen kann, die sie am Sonntag aus dem vollgepackten Koffer gezaubert hatte. Das war schon da eine Riesenbescherung, denn dazu kamen noch pfundweise Gouda, das fantastische selbstgebackene Brot von Papa und einige liebevoll verpackte Geschenke von Freunden und Verwandten, die ich freilich erst heute ausgepackt habe. Nun bin ich erst mal wieder mit Schokolade und Buechern versorgt. :-)))
An dieser Stelle moechte ich mich fuer all die lieben Weihnachtsgruesse, Briefe, Emails, Backkunstwerke und Geschenke bedanken, die mich hier im fernen Ghana erreicht haben. Ich bin wirklich unheimlich geruehrt und es tut gut, zu sehen, dass so viele Menschen an mich hier denken. Zugleich tut es mir leid, dass ich mich jetzt nicht zeitnah gleich mit entsprechenden Emails, Briefen oder Anrufen revangieren kann, weil nicht die ganze Zeit hier im Internetcafe sitzen sondern lieber noch ein paar besinnliche Stunden mit meiner Mutter verbringen moechte. Aber ich kann da im Januar sicher noch einiges nachholen!
So, jetzt noch etwas weniger sentimental ein Kurzbericht:
Nachdem wir die letzten drei Naechte in einem sehr schicken Hotel bei Accra verbracht haben (bequeme Matratze! Klimaanlage!! WC!!! Dusche!!!! Cornflakes, Milch und Kaese zum Fruehstueck!!!!! Pool!!!!!! usw.!!!!!!!!) sowie uns Accra angeschaut und einen kleinen Nationalpark in der Naehe besucht haben, sind wir heute kurz in meinem Dorf gewesen, damit Mama meine Gastfamilie und mein hiesiges Zuhause etwas kennenlernt. Dabei haben wir Geschenke verteilt (Schokolade, Stollen, Kuechenutensilien, Pflaster, Radio, von mir selbstgebastelte Dinge usw.) und sind ein wenig durchs Dorf spaziert.
Morgen werden wir weit in den Westen wieder an den Strand fahren und uns von dort aus wieder stueckweise entlang der Kueste zurueck Richtung Osten hangeln, um dabei eine ausgewogene Mischung aus Nationalpark-Besuchen, erholsamem Strandurlaub und etwas Kultur zu geniessen - fuer mich auf alle Faelle erst mal ein echter Urlaub! Trotzdem werde ich mich freuen, im Januar wieder nach Akroso zurueckzukehren, wo ich mich inzwischen einfach zu Hause fuehle. Waehrend ich mich also gerade in diesen Tagen ab und zu in die weihnachtliche Heimat wuensche, bin ich zugleich auch etwas traurig, dass ich nur noch drei Wochen meines verbleibenden Aufenthalts bei meiner Gastfamilie und den Schulkindern verbringen werde. Die Zeit rast ohne Erbarmen dahin...
Nun moechte ich aber erst mal all meinen treuen "Lesern" ein wunderschoenes Weihnachtsfest wuenschen!
Liebe Gruesse,
Clara
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen