Mittwoch, 5. November 2008

erstes Novemberwochenende

Letztes Wochenende haben sich mal alle acht Freiwilligen in unserem Dorf Akroso zusammengerauft und gemeinsam was unternommen. Auf diese Weise fuellten wir immer beinahe ein ganzes Trotro aus, so dass sich die wenigen Ghanaer in den Minibussen zwischen all den Weissen ganz verloren gefuehlt haben muessen! Die meiste Zeit des Wochenendausflugs stand quasi Shoppen auf dem Plan, da es fuer ist von uns das letzte Wochenende hier ist und noch eine Menge Mitbringsel erworben werden mussten. Todd hat das als einziger Mann zwischen all den Maedels wirklich in bewunderswerter Weise ertragen. Zunaechst waren wir in einer Glasperlenmanufaktur, wo wir eher ungeplant einen kleinen Einblick in die Perlenherstellung erhielten, bevor der halbe Souvenirladen aufgekauft wurde (allerdings nicht massgeblich von mir, trotzdem habe ich an dich gedacht, Kerstin, und ein paar hoffentlich nette Stuecke fuer dich zum Weiterverarbeiten ergattert!). Danach waren wir alle schrecklich hungrig, und da es einigen von uns ploetzlich nach Pizza geluestete, machten wir uns kurzerhand auf in die Hauptstadt, da wir ohnehin in einem Beach Resort am Rande von Accra uebernachten wollten, und assen so richtig unghanaische Pizza. Im Beach Resort "Big Millis Backyard" kamen wir dann so spaet an, dass keine der niedlichen Huetten noch frei war. Letztendlich konnten wir aber noch ein paar Plaetze im sog. "Loft" ergattern, einer Art ueberdachten aber sehr luftigen Terasse, auf deren Boden (gluecklicherweise ziemlich dicke) Schaumstoffmatratzen unter Moskitonetzen aufgebaut wurden. Unseren Kram konnten wir dann in grossen Holzkisten zu Fuessen unserer Betten verstauen. Alles in allem war das wirklich eine witzige Unterkunft, zumal die ganze Anlage sehr liebevoll gestaltet war und irgendwie Gemuetlichkeit verbreitete. Ein bisschen bloed war, dass die Reaggae-Band an diesem Abend direkt vor unserem Loft spielte, und das bis gegen zwei Uhr. Aber die war weniger laut als die Beschallung damals in Cape Coast und zumindest hatten hierbei auch eine ganze Menge Leute wirklich Spass. Nach einer kurzen Nacht und ausfuehrlichen Einkaeufen am naechsten Tag entschieden Judith und ich, uns fuer die naechste Nacht noch eine der wieder freigewordenen "self-contained" Huetten (= mit eigener echter Dusche uuuuuunnnnd WC!!! Purer Luxus!!!!) zu leisten, waehrend alle anderen sich schon wieder auf den Heimweg machten. Die Nacht auf einer bequemen Matratze hat echt gut getan!
Am naechsten Morgen stellten wir dann fest, dass wir ziemlich knapp bei Kasse waren, schafften es mit viel Wagemut und Glueck (davon muss ich eigentlich unbedingt noch mal genauer berichten!) aber noch preisguenstig zurueck nach Swedru, wo dann jedoch leider der ATM streikte. Kein ATM = kein neues Geld! Wir waren wirklich pleite, konnten nur noch das letzte Kleingeld fuer ein Trotro zurueck nach Akroso zusammenkratzen und mussten uns dann schliesslich von Todd Geld leihen, um am naechsten Tag in die andere nahe Stadt Oda zum Geldholen zu fahren. Also ohne Geld ist man auch hier ganz schoen aufgeschmissen!!

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