Da mich schon einige danach gefragt haben, moechte ich hier mal kurz meinen ueblichen Tagesablauf beschreiben.
Der Tag beginnt in der Regel sehr frueh, meist wache ich kurz nach fuenf, mitunter auch schon eher auf, je nachdem, wie stark die Blase drueckt. ;-) Allerdings geht die Sonne erst gegen halb fuenf auf, bis dahin muss ich mich im Ernstfall ohnehin gedulden, bis ich quer ueber den Hof zum Toilettenhaeuschen huepfen kann. Dann gibt es erst mal eine Eimerdusche, wobei ich dafuer nicht selten anstehen muss. Die Zeit bis zum Fruehstueck gegen um 7 gemeinsam mit Judith und Todd vertreibe ich mir dann, das erste Tageslicht ausnutzend, mit Lesen oder Tagebuchschreiben. Gegen dreiviertel acht mache ich mich mit Judith auf den Weg zur Schule, die zum Glueck gar nicht so weit weg ist, so dass ich dann die Zeit zwischen um 8 bis zum offiziellen Unterrichtsbeginn halb 9 zum Saeubern und Vorschreiben der Schiefertafeln bzw. zur Gestaltung des Tafelbildes nutzen kann. Die erste Stunde geht bis um 10, dann gibt es eine halbe Stunde Pause (die Clara wiederum mit der Bearbeitung der Schiefertafeln verbringt). Die zweite Unterrichtsstunde dauert dann nochmals 90 Minuten bis um 12. Danach koennen Judith und ich immer schon nach Hause gehen, da nach der Mittagspause nur noch eine halbe Stunde "Unterricht" stattfindet, in der dann aber die Kinder wohl sowieso zu nix sinnvollem mehr zu bringen seien... Ich finde eineinhalb Stunden am Stueck bereits eine Zumutung fuer die Kleinen!
Wir zwei sind aber danach auch immer fix und fertig, freuen uns ueber das bereitstehende Mittagessen zu Hause, stellen den Ventilator auf die Veranda und brauchen in der Regel erst mal eine dreiviertel Stunde, um ueberhaupt wieder in die Gaenge zu kommen.
Die Nachmittag sind dann immer schnell ausgefuellt: Hin und wieder fahre ich, so wie jetzt gerade, in die naechste Stadt Swedru ins Internetcafe, was etwa 40 minuten mit dem Trotro dauert. Dann steht zweimal die Woche Waeschewaschen auf dem Programm (ich habe einfach zu wenig Sachen mit und muss mir endlich mal was naehen lassen!!), ansonsten ist Dienstags und Freitags Markt, von dem man eigentlich auch immer ein Kleinigkeit braucht.
Abends nach dem Dinner treffen sich alle Freiwilligen bei einer der Gastfamilien und wir schmieden Plaene fuers Wochenende oder traeumen gemeinsam von Dingen, die wir jetzt gern essen wuerden (Kaese, Pizza, Schwarzbrot, Salat...). Gegen 20:00 uhr gehen wir eigentlich alle schon Richtung Bett, dann vielleicht noch ein wenig im Schein der Stirnlampe lesen und spaetestens zwischen um neun und halb zehn fallen mir dann auch schon die Aeuglein zu. Hier findet alles eben ein paar Stunden frueher statt! :-)
Mittwoch, 5. November 2008
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